Die vorliegende Musikschulordnung ist seit dem 1. August 2013 in Kraft und ersetzt die Schulordnung vom 10. Februar 1998.

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I Trägerschaft und Aufbau
Allgemeines       Art. 1 Die Musikschule Jegenstorf und Umgebung ist eine vom Kanton Bern anerkannte Musikschule gemäss kantonalem Musikschulgesetz vom 1. Januar 2012.
Trägerschaft       Art. 2 Träger der Musikschule ist der „Verein Musikschule Jegenstorf“. Dessen Zweck, Organisation und Aufgaben sind in den Vereinsstatuten festgelegt.
Zweck       Art. 3 Die Musikschule Jegenstorf vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen erweiterten und vertieften Musikunterricht mit dem Ziel, eine aktive Teilnahme am Musikleben zu ermöglichen und musikalische Fähigkeiten und Begabungen zu fördern.
Schulleitung       Art. 4 Die Musikschule wird von der Musikschulleitung geführt. Ihr obliegt die musikalisch-fachliche sowie die administrative Leitung der Musikschule. Sie steht den Eltern für alle Fragen des Musikunterrichtes und der Instrumentenwahl zur Verfügung.
Sekretariat       Art. 5 Das Sekretariat dient als Auskunftsstelle und unterstützt die Musikschulleitung in finanziellen und administrativen Belangen.
         
II Schulbetrieb, Ferien- und Feiertagsregelung   
Schuljahr       Art. 6Die Musikschule wird im Semesterbetrieb geführt. Das Schuljahr umfasst 38 Schulwochen, eingeteilt in 18 Unterrichtswochen und 1 Organisationswoche pro Semester.
2 Das 1. Semester dauert von August bis Januar, das 2. Semester von Februar bis Juli.
3 Ein Schuljahr umfasst in der Regel 36 Lektionen.
Anmeldung       Art. 7 Die Anmeldung erfolgt für alle Angebote durch das Ausfüllen und die rechtsgültige Unterzeichnung des Anmeldeformulars. Damit werden gleichzeitig die Schulgeldordnung und dieses Musikschulordnung anerkannt. Das Anmeldeformular ist dem Sekretariat bis zum 25. Mai (für das Herbstsemester) resp. 25. November (für das Frühlingssemester) einzureichen.
Aufnahme / Eintritt       Art. 8 1 Die Aufnahme inkl. Lehrerzuteilung erfolgt gestützt auf eine Eignungsabklärung durch die Musikschulleitung.
2 Der Eintritt erfolgt in der Regel auf Semesterbeginn.
Unterrichtsbeginn       Art. 9 1 Die erste Schulwoche des Semesters gilt als Organisationswoche und dient dem Erstellen der Stundenpläne und der Planung der Semesteraktivitäten.
2 Allfälliger in der Organisationswoche erteilter Unterricht gilt als vorgeholt für eine Absenz der Lehrperson während des Semesters.
Unterrichtsort       Art. 10 Die Schulleitung legt fest, in welchen Räumen der Unterricht stattfindet.
Ferien       Art. 11 1 Es gilt der Ferienplan der Musikschule Jegenstorf.
2 Skilager- und Landschulwochen gelten nicht als Ferien für die Musikschule. Ortsanwesenden Schülern wird der Unterricht erteilt.
3 Vor Schulferien wird jeweils gemäss Wochenstundenplan bis und mit Samstag unterrichtet.
Feiertage       Art. 12 1 An staatlich anerkannten Feiertagen ausfallende Lektionen werden nicht nachgeholt.
2 Am 1. Mai findet der Unterricht im normalen Rahmen statt.
3 Am Freitag und Samstag nach Auffahrt wird der Unterricht gemäss Wochenstundenplan erteilt.
4 Am 24. Dezember findet kein Unterricht statt. Er gilt als Feiertag.
         
III Unterricht und Organisation
Angebot       Art. 13 Das Angebot der Musikschule Jegenstorf umfasst:
Musikalische Früherziehung, Instrumentalunterricht (Streich-, Zupf-, Blas-, Schlag- und Tasteninstrumente) sowie Gesang und Ergänzungsunterricht (Kammermusik, Workshops, Musiklager, Spielkreise, Orchester, Bands). Nach Bedarf kann das Angebot erweitert werden.
Unterricht       Art. 14 Die Schüler sind zum regelmässigen Besuch des Unterrichtes verpflichtet. Eine ernsthafte Vorbereitung auf die Lektion, analog den Hausaufgaben in der Regelschule, wird erwartet.
Lektionsdauer       Art. 15 1 Der Einzelunterricht wird in der Regel wöchentlich zu 40 Minuten erteilt. Für fortgeschrittene Schüler können gegen entsprechenden Aufpreis 60 Minuten vereinbart werden.
2 Vierzehntäglicher Unterricht ist für Kinder und Jugendliche der Volksschulstufe grundsätzlich nicht möglich. Ausnahmen können von der Musikschulleitung bewilligt werden.
Unterrichtsform       Art. 16 Der Gesangs- und Instrumentalunterricht wird in der Regel als Einzelunterricht erteilt. Ergänzend werden nach fachlich-pädagogischen Kriterien auch kombinierte Unterrichtsformen und Gruppenunterricht (z.B. für Musikalische Früherziehung, theoretische Fächer und das gemeinsame Singen und Musizieren) angeboten.
Stundenplan       Art. 17 Der Stundenplan wird von den Lehrpersonen in Absprache mit den Schülern, resp. je nach Alter mit deren Eltern, erstellt. Als Grundlage dient das „Merkblatt Stundenplaneinteilung“ der Musikschule Jegenstorf.
Noten / Instrumente       Art. 18 Die Anschaffung von Instrumenten und Lehrmitteln ist Sache des Schülers.
Wechsel       Art. 19 1 Die Musikschulleitung kann den Wechsel des Unterrichtsfachs oder der Lehrperson auf ein neues Semester hin bewilligen.
2 Voraussetzung ist die vorgängige Absprache mit den betroffenen Lehrpersonen und die Einhaltung der ordentlichen An- und Abmeldefristen der Musikschule.
Musizierstunden       Art. 20 Um den Schülern Gelegenheit zu bieten, öffentlich aufzutreten, werden in der Regel einmal pro Jahr Musizierstunden veranstaltet. Die Teilnahme aller Schüler ist erwünscht.
Unterrichtsausfall       Art. 21 1 Fallen durch Veranlassung der Schüler Lektionen aus, so besteht kein Anspruch auf Rückerstattung eines Teils des Schulgeldes. Die Lehrpersonen sind nicht verpflichtet, vom Schüler nicht besuchte Lektionen zu einem anderen Zeitpunkt zu erteilen.
2 Fallen durch Veranlassung der Lehrperson Lektionen aus, so werden sie nachgeholt oder durch eine Stellvertretung erteilt. Ist ein Ersatz nicht möglich, erfolgt eine entsprechende Gutschrift beim Schulgeld des folgenden Semesters bzw. eine Rückerstattung bei austretenden Schülern. (siehe auch Art. 12 Feiertage)
Rückerstattungen       Art. 22 1 In folgenden Fällen kann der Vorstand auf Gesuch hin Schulgeld-rückerstattungen gewähren:
- Krankheit oder Unfall, ab der 4. Woche; Arztzeugnis erforderlich.
- Militärdienst, ab der 3. Woche; Marschbefehl erforderlich
2 Wegen unterschiedlicher Ferienregelungen zwischen Musikunterrichts- und Schülerwohnort oder wegen gesetzlicher Feiertage kann sich die Lektionenzahl um maximal 2 Lektionen pro Schuljahr ohne Anspruch auf Rückerstattung vermindern.
Austritt       Art. 23 1 Der Austritt kann nur auf ein Semesterende erfolgen. Die schriftliche Meldung ist dem Sekretariat bis zum 25. Mai, resp. 25. November einzureichen. Die Lehrperson ist vorgängig zu orientieren.
2 Bei vorzeitigem Austritt während des laufenden Semesters besteht kein Anspruch auf Rückvergütung des Schulgeldes.
Ausschluss       Art. 24 Der Vorstand der Musikschule kann auf Antrag der Musikschulleitung in folgenden Fällen den Ausschluss von Schülern auf Ende des laufenden Semesters beschliessen:
- mehrmals unentschuldigtes Fernbleiben des Unterrichts
- andauernd ungenügenden Leistungen
- trotz erfolgter Mahnung unbezahlter Schulgelder
- wiederholte Pflichtverletzung
         
IV Finanzierung, Schulgeld und Stipendien
Finanzierung       Art. 25 Die Finanzierung der Musikschule richtet sich nach dem kantonalen Musikschulgesetz.
Schulgeld       Art. 26 1 Für den Besuch des Unterrichtes an der Musikschule ist ein Schulgeld gemäss Schulgeldordnung zu entrichten.
2 Das Schulgeld wird jeweils zu Semesterbeginn in Rechnung gestellt. Erfolgt innerhalb der angegebenen Frist keine Bezahlung, kann der Schüler gemäss Art. 24 vom Unterricht ausgeschlossen werden.
Stipendien       Art. 27 Für Schüler und Jugendliche, deren Eltern in bescheidenen finanziellen Verhältnissen leben, besteht der Stipendienfonds.