Die Bratsche (oder Viola) ist ein Streichinstrument, das Alt-Instrument der Violinfamilie. Das Wort Bratsche leitet sich vom italienischen Viola da braccio (Arm-Viola ) ab, was die Spielhaltung im Gegensatz zur Viola da Gamba (Bein-Viola) bezeichnet. Ein Unterschied zur Geige besteht in der Größe und Stimmung der Viola, deren leere Saiten eine Quinte tiefer auf c - g - d’ - a’ gestimmt sind.

Der Klang der Bratsche wird als voll, weich, dunkel bis in die höchsten Lagen, immer etwas melancholisch, leicht rauchig und etwas näselnd beschrieben. Der tiefsten Saite, der C-Saite, ist zumal im „forte“ etwas Wildes, Raues, Drohendes zu eigen, eine Eigenschaft, die in der Opern-, der sinfonischen und häufig in der Filmmusik genutzt wird. In der Höhe, auf der A-Saite, fehlt der Bratsche die Brillanz und Helligkeit der Violine, der Klang ist dunkler und gleichzeitig von einer charakteristischen Schärfe. So wie die Violine verfügt die Viola über einen obertonreichen und damit warmen Klang, der zu kleine Korpus dämpft jedoch die einen hellen, brillanten und härteren Klang verursachenden hohen Obertöne ab. So kommt es, dass sich diese - äußerlich so ähnlichen - beiden Instrumente im Klang merklich unterscheiden.

Für Kinder gibt es zum Erlernen des Instruments entweder die Möglichkeit, auf einer umbesaiteten kleinen Geige, oder einer eigens, mit höheren Zargen gebauten, kleinen Viola zu beginnen. Die Geigenbauer – obwohl der Name es anders vermuten lässt, die bauen nämlich alle Streichinstrumente – bauen heutzutage auch viele kleine Violen.

Lehrpersonen:       Magdalena Dimitrov-Locher
Anfangsalter:       ab 5 Jahren
Musikstile:       Klassik, Volksmusik, Tango, Flamenco, Zigeunermusik, Jazz, Pop/Rock, ...
Zusammenspiel:       Kammermusik, Orchester
Anschaffungskosten:       Miete: monatlich ab ca. Fr. 25.- (inkl. Bogen und Kasten)
Ab 4/4-Instrument (ca. 12-14jährig) auch Kauf möglich (ab ca. Fr. 3'000.-)